Metta Meditation

Metta Meditation

Die Mutter aller Meditationen METTA - die Praxis der Liebenden Güte

 

Metta ist einer der 4 Verweilzustände - dazu gehören außerdem Mudita (Mitfreude), Karuna (Mitgefühl) und Upekkha (Gleichmut). Und nur wenn Metta praktiziert wird und anwächst, können Karuna (Mitgefühl) und Mudita (Mitfreude) entstehen. Und erst wenn alle drei stabil sind, können wir die göttliche Gleichmut erfahren.

 

Metta-MeditationLiebende Güte oder auch Herzensgüte ist aus buddhistischer Sicht die Basis aller Meditation, das Fundament sozusagen. Alle Metta-Übungen beginnen bei uns selbst. Wenn wir Metta nicht für uns selbst entfalten können, können wir dies erst recht nicht für andere tun. Um die Frucht von Metta kosten zu können, ist regelmäßiges Üben vonnöten - nicht nur 'bei Gelegenheit' auf dem Kissen.

Die formale Praxis auf dem Kissen ist notwendig, um Fertigkeiten zu erlangen und erste Hürden zu überwinden. Dann kann man daran gehen, Metta im Alltag anzuwenden - bei der Konfrontation mit dem Chef, an der Kasse, im Restaurant, im Sportverein, in der Familie ... und immer wieder .... sich selbst gegenüber.

Haben wir nicht alle ein inneres Bedürfnis nach Wärme, nach Geborgenheit, nach Anerkennung, Gesehenwerden, nach Liebe? Und wie oft in unserem Leben waren all diese Komponenten vorhanden. Höchst wahrscheinlich eher selten, bei manch einem vielleicht gefühlt überhaupt nicht. Und das Flämmchen der Liebe brennt in jedem von uns - sonst wären wir nicht am Leben, sonst könnten Sie diese Seiten nicht lesen.  Aus dem Mangel an Liebe und Geborgenheit heraus entstehen Gedanken, Worte und Handlungsweisen, die zu dukkha führen, die Leid verursachen, bei uns selber und auch bei anderen. Sind wir in der Metta Praxis geübt, erkennen wir das tiefe Bedürfnis in jedem nach dieser Liebe, nach dieser Geborgenheit, nach Würde und Wertschätzung.

Und dann fällt es leicht zu wünschen: Mögest du stets glücklich sein! Mögest du frei sein von Haß und Feindschaft! Mögest du frei sein von Angst und Abneigung! Mögest du ohne Widerstand sein!

Mit diesen oder ähnlichen hilfreichen Sätzen praktiziert der Übende Metta - zunächst für sich selbst, was am allerwichitgsten ist. Denn wer sich selbst keine Liebe und Wertschätzung entgegenbringen kann, wie kann dieser anderen Liebe und Wertschätzung entgegenbringen. Das ist schlicht unmöglich.

In den Klöstern Burmas werden Übungszeiten von bis zu einem Jahr nur für die Praxis von Metta für sich selbst angegeben, was die Wichtigkeit dieses Umstandes bezeugt. Wenn der Übende sicher ist darin, kann er dazu übergehen, Metta für einen 'Wohltäter', einen hilfreichen Freund oder Mentor entwickeln - auch dafür ist eine längere Praxis sinnvoll, um das Entfalten von Metta ohne das Zutun des Ego zu gewährleisten. Danach folgt stufenweise die Praxis mit einem Freund oder nahestehenden Menschen (zunächst noch nicht der Liebespartner), einer neutralen Person und ganz am Ende, wenn alle Stufen zur Genüge geübt sind und sicher durchlaufen werden können, dann erst macht sich der Übende an die schwerste Aufgabe, das Üben mit einem schwierigen Menschen, jemand der dich verletzt hat, jemand der dir Steine in den Weg gelegt hat, der dich belogen, bestohlen oder betrogen hat, der dir Übel wollte. Diesem Menschen Metta ohne Bedingung, ohne Erwartung und ohne Forderung von Herzen entgegenzubringen ist sozusagen die Königsdisziplin und es bedarf einen gut geschulten Geist, um nicht in die persönlichen Verstrickungen zurück zu fallen.

 

Meditationskurse im Dharma-Chakra e.V. 

 

Metta-Sutta

Das Sutra von der liebenden Güte

Wem klar geworden, dass der Frieden des Geistes
das Ziel seines Lebens ist,
der bemühe sich um folgende Gesinnung:
Er sei stark, aufrecht und gewissenhaft,
freundlich, sanft und ohne Stolz.


Genügsam sei er, leicht befriedigt
nicht viel geschäftig und bedürfnislos.
Die Sinne still, klar der Verstand,
nicht dreist, nicht gierig sei sein Verhalten.

Auch nicht im Kleinsten soll er sich vergehen
wofür ihn Verständige tadeln könnten.
Mögen alle Wesen glücklich sein und Frieden finden.

Was es auch an lebenden Wesen gibt:
ob stark oder schwach, ob groß oder klein,
ob sichtbar oder unsichtbar, fern oder nah,
ob geboren oder einer Geburt zustrebend -
mögen sie alle glücklich sein.

Niemand betrüge oder verachte einen anderen.
Aus Ärger oder Übelwollen wünsche man keinem
irgendwelches Unglück.

Wie eine Mutter mit ihrem Leben
ihr einzig Kind beschützt und behütet,
so möge man für alle Wesen und die ganze Welt
ein unbegrenzt gütiges Gemüt erwecken:
ohne Hass, ohne Feindschaft, ohne Beschränkung
nach oben, nach unten und nach allen Seiten.

Im Gehen oder Stehen, im Sitzen oder Liegen,
entfalte man eifrig diese Gesinnung:
Dies nennt man Weilen im Heiligen.

Wer sich nicht an Ansichten verliert,
Tugend und Einsicht gewinnt,
dem Sinnengenuss nicht verhaftet ist –
für den gibt es keine Geburt mehr.

 

 

Meditationskurse

Montags

17:30 - 18:30 Metta Meditation
mit Gitta - Kursbeginn 10.09.

18:00 - 19:00 Meditation für Anfänger
mit Heiko

19:30 - 20:30 Meditation für Geübte
mit Heiko

Mittwochs

19:15 - 20:15 Meditation für Anfänger
mit Heiko

Meditation intensiv

Meditation intensiv - Übungstag „Stufenweg zur Befreiung“

Beginn: 17.11.2018 / 10:00
Ende: 17.11.2018 / 14:00
Anmeldeschluss: 16.11.2018 / 21:00
Ort: DrachenZentrum, Marktgasse 15, 01662 Meißen

Kontakt

Dharma-Chakra e.V.
Verein für Meditation und Begegnung

Marktgasse 15
01662 Meißen

Tel: 03521 494520
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

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